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Namen:
Maria Aslanow, 2013
Cora Leipold, Florian Fischer, Marie-Christin Piechutta, 2021-04

 

Allgemeines zu Sexualhormonen

Sexualhormone sind Hormone, die für die Entwicklung der Gonaden (Hoden und Eierstöcke) verantwortlich sind.
Sexualhormone dienen sie zur Geschlechtsmerkmalausprägung und steuern die Sexualfunktion.

Sexualhormone gehören zur Gruppe der Steroidhormone und sind aus Proteinen aufgebaut. Es bestehen zwar Unterschiede zwischen den Geschlechtern, trotzdem existieren keine Hormone, die nur für ein Geschlecht verantwortlich sind!
Ein Unterschied besteht z.B. darin, dass jedes Geschlecht verschiedene Produktionsmengen und Anzahl freier Sexualhormone besitzt. Des Weiteren unterscheidet sich die Reaktion auf Sexualhormone.

 

Weibliche Sexualhormone:

Die am meisten vorhandenen weiblichen Sexualhormone im weiblichen Körper werden in zwei Gruppen aufgeteilt:  
    • die Östrogene
    • die Gestagene

Östrogene

Bestehend aus drei Substanzen, Östradiol, Östriol und Östron, spielen Östrogene eine sehr große Rolle für die Ausbildung der typischen weiblichen Körperformen. Diese werden durch die subkutane, also unter der Haut liegende, Verteilung des Körperfetts erzeugt.
Die wichtigste Wirkung von Östrogen ist die Förderung des Wachstums der Geschlechtsorgane (größtenteils durch Östradiol). Dabei werden auch die sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale (z.B. die weibliche Brust) ausgebildet.
Östrogene helfen jedoch nicht nur beim Wachstum der Geschlechtsorgane, sie sind auch für den Aufbau der Uterusschleimhaut verantwortlich.

Für das Beenden des Knochenwachstums in der Pubertät, sind die Östrogene auch zuständig. Dies passiert, da die Östrogene die Calciumaufnahme und gleichzeitig die Einlagerung von Calcium in den Knochen steigern.
Natürlich sind die Östrogene auch für die Reifung von Eizellen, die Durchlässigkeit für Spermien im Gebärmutterhalssekret und die Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut zuständig. Dies ist die Vorbereitung für die Befruchtung einer Eizelle.
Auch wenn das Östrogen kaum bis keinen Einfluss auf das Sexualverhalten von Frauen hat, hat es dafür umso mehr Einfluss auf das psychische Befinden von Frauen.

Gestagene

Gestagene (oder auch Schwangerschaftshormone genannt) dienen zur Entstehung und Erhaltung einer Schwangerschaft. Durch das Gestagen Progesteron wird die Gebärmutterschleimhaut auf das Einnisten einer Eizelle vorbereitet und verhindert, falls eine Befruchtung stattfindet, die Reifung weiterer Follikel. Während einer Schwangerschaft werden weiterhin Gestagene gebildet, somit werden weitere Eisprünge verhindert solange die Schwangerschaft anhält.
Die Gestagene werden auch für verschiedene Verhütungsmittel eingesetzt, allerdings nicht natürlich sondern synthetisch. So wirkt auch die Antibabypille. Die Gestagene, welche man für 21 Tage durchgehend in Form einer kleinen Pille zu sich nimmt, spielen dem Körper eine Schwangerschaft vor. Dadurch werden keine Eizellen ausgereift und es kommt zu einer Abbruchblutung während dem 7-tägigen Aussetzen der Antibabypille.

Zusammenfassung: Zu den weiblichen Sexualhormonen gehören die Östrogene (=Estrogene), Gestagene (Gelbkörperhormone), welche in den Eierstöcken produziert werden und Pregna-4,16-dien-3,20-dion. Im Hypothalamus (Abschnitt des Zwischenhirns) findet man das Gonadotropin-releasing-Hormon (GnRH), dass von den GnRH-Neuronen ausgeschüttet wird. In der Hypophyse (Hormondrüse) befindet sich das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und das Luteinisierende Hormon (LH). In der Plazenta (Mutterkuchen) wird das Schwangerschaftshormon (hCG) hergestellt.

 

Hormone während der Schwangerschaft:

Hormone schützen während der Schwangerschaft das Baby und bereiten die Mutter darauf vor. Hormone sind Schuld an den typischen Symptomen einer Schwangerschaft.
Die oft vorkommende morgendliche Übelkeit ist eine Folge von der Auslösung der Produktion von Östrogen und Progesteron durch das Hormon humanes Choriongonadotropin (hCG). Das Hormon kommt bei schwangeren Frauen im Urin und im Blut vor, weshalb Schwangerschaftstests meist darauf testen. Es wird schon wenige Tage nach der Befruchtung im Gewebe produziert, welches dann zur Plazenta wird. Dies passiert sobald sich ein Ei in der Gebärmutterhaut festgesetzt hat. Außerdem signalisiert das Hormon dem Körper, dass er mehr Östrogen und Progesteron erzeugen soll.

So wie in der Pubertät, wird während der Schwangerschaft auch Östrogen und Progesteron produziert. Während der Schwangerschaft findet die Produktion auch im Mutterkuchen statt. Durch ihre Produktion wird die Periode gehemmt. Viele Frauen nehmen das Einsetzen ihrer „Periode“ als Zeichen, dass sie nicht schwanger sind. Doch es gibt seltene Fälle, bei denen man blutet und trotzdem schwanger ist: 

- Einnistungsblutung: Tritt auf durch das Einnisten der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut.
- Kontaktblutung: Es können durch Untersuchungen beim Gynäkologen oder Geschlechtsverkehr Blutgefäße am Muttermund reißen.
-Infektionen
-Tiefliegende Plazenta: Der Mutterkuchen kann zu Beginn der Schwangerschaft nah am Muttermund liegen
- Fehlgeburt                                                   

Außerdem sind sie der Grund für die Stimmungsschwankungen während der Schwangerschaft.
Wenn die Geburt nahesteht, sorgt das Hormon Relaxin für Entspannung im Beckenbereich und macht den Gebärmutterhals weicher. Das Becken kann sich dann während der Geburt besser ausdehnen.
Eine enge Bindung zum eigenen Baby wird durch das Hormon Oxytocin geschaffen. Dies kann auch eine Schmerzlindernde Funktion bei der Geburt haben, da es Endorphinen ausschüttet.

 

Männliche Sexualhormone:

Männer bilden das Hormon Testosteron und nicht wie Frauen Östrogen und Gestagen. Das Hormon wird hauptsächlich in den Hoden, welche vom Hypothalamus und der Hirnanhangsdrüse gesteuert werden, gebildet und ist das wichtigste der Männlichen Geschlechtshormone. Die Hypophyse (eine Drüse an der Hirnbasis) gibt dem das Signal die Produktion vom Testosteron zu erhöhen und so beginnt die Pubertät.

Die Hirnanhangsdrüse gibt die Hormone FSH (Follikelstimulierendes Hormon) und ICSH (interstitielle zellstimulierendes Hormon) ins Blut ab. FSH steuert die Spermienproduktion durch Hilfe von Testosteron und ICSH ist hauptsächlich für dich Testosteronproduktion zuständig. Testosteron wird an das Transportprotein Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG) gebunden und damit über das Blut zu den Organen mit den Rezeptoren für das Hormon transportiert. Männer haben eine Testosteronkonzentration von 2,41 bis 8,27μg/l, wohingegen es bei Frauen nur 0,14 bis 0,74μg/l sind. Das Hormon spielt eine besondere Rolle in der Pubertät.

Die erhöhte Testosteronproduktion führt zu diversen körperlichen Veränderungen. Es erhöht den Bartwachstum und andere Körperbehaarung, die Schultern werden breiter und man kommt in den Stimmbruch. Es ist auch für die Ausbildung des männlichen Geschlechtsorgans und die Sexualität, die Lust auf Sex und Fruchtbarkeit verantwortlich. Es kann auch zu erblich bedingten Haarausfall führen, wenn die Haarwurzel gegenüber DHT (Dihydrotestosteron, die aktivste Form von Testosteron.

Zusammenfassung: Bei den männlichen Sexualhormonen ist das Testestoron das wichtigste Hormon, welches in den Hoden produziert wird. Des Weiteren wird im Hoden das Hormon Androstenon hergestellt. Im Hypothalamus findet man, genau wie bei der Frau, das Gonadotropin-releasing-Hormon (GnRH). Genau wie im weiblichen Körper, wird im männlichen in der Hypophyse das FSH und das LH produziert.


Künstliche Sexualhormone

Auf der einen Seite stammen künstliche Sexualhormone von den natürlichen Gestagenen und Estrogene ab und dienen zur Empfängnisverhütung. Auf der anderen Seite sind sie Abkömmlinge von dem Hormon Androgen und dienen zu Anabolismus.

Übersicht über die Steroidbildung
Steroidhormone: Übersicht über die Steroidbildung - Klicken zum Vergrößern

 

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Steroidogenesis.svg, Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported; Authors: David Richfield and Mikael Häggström Derived from previous version by Hoffmeier and Settersr.

 

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