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Name: Cassandra N. , 2012
Julia Müller, 2017-04
Nix Tom 2019-04

                                                                   

Das Leben des frühen Homo Sapiens

1. Einleitung

Der moderne Mensch ist ein Verwandter des Homo sapiens. Dieser hatte vor 200.000 Jahren seine Ursprung in Afrika. Die ältesten Funde stammen aus Äthiopien und sind etwa 195.000 Jahre alt. Der Homo sapiens ist die letzte lebende Art der Gattung Homo und entstand aus dem Homo erectus.
Es kam zu einer Spaltung in der menschlichen Evolution: Aus dem Homo erectus entwickelte sich der Neandertaler (Homo neanderthalensis) sowie der heutige Mensch (Homo sapiens sapiens).
Homo sapiens bedeutet übersetzt aus dem lateinischen "der weise Mensch", ein von Carl von Linné in seinem "Systema Naturae" geprägter Begriff.

2. Herkunft des Homo sapiens

Die ersten Formen des Homo sapiens lebten vor etwa 300.000 bis 200.000 Jahren in Afrika. Die ältesten Funde stammen aus Äthiopien und sind etwa 195.000 Jahre alt.

Zwei Hypothesen versuchen die Verbreitung des Homo sapiens zu erläutern:

· Multiregionale Hypothese: Der moderne Mensch habe sich aus den Nachkommen des Homo erectus an mehreren Stellen der Welt in kontinuierlichem Genaustausch mit neuen Einwanderern zum Homo sapiens entwickelt.

· „Out-of-Africa“-Theorie: Der Homo sapiens habe sich in Afrika entwickelt und sich von dort aus über Asien und Europa ausgebreitet, später dann über Australien und Amerika. Jedoch sei der Ursprung des modernen Homo sapiens an verschiedenen Gegenden der Erde unwahrscheinlich.
Demnach besagen beide Theorien, dass der Ursprung der Art des Homo sapiens in Afrika gelegen hat und, dass er sich von dort aus über die gesamte Welt verbreitet.

 

3. Abiotische Faktoren

Die Temperaturschwankungen der Eiszeiten hatten einen erheblichen Einfluss auf die Bevölkerung. Außerdem hatten die Klimaveränderungen zur Folge, dass sich Pflanzen- und Tierwelt veränderten sowie deren Lebensräume.

Einige Theorien besagen, dass die wechselnde Klimaveränderung ein Grund für die Entwicklung der Intelligenz, Kreativität und Sprache des Menschen sei.

Wärmeströmungen führten zu warmen und feuchtem Wetter,welches die Anzahl der Tiere in der Sahara deutlich anwachsen ließ. Die Eiszeit bedeutete in Afrika trockenes Wetter, sodass die Tiere nach Süden in tropischen Regionen wandern müssen, um Nahrung finden zu können und die Menschen mussten ihnen gezwungenermaßen folgen, um sich selbst ernähren zu können. Während der warmen Phase vor 125.000 Jahren nahm die Zahl der Menschen zu, sie wird auf bis zu eine Million geschätzt. Anderseits ermöglichte der gesunkene Meeresspiegel den Menschen eine Wanderung um die Nordspitze des Roten Meeres.
Vor 100.000 Jahren verließ der moderne Mensch erstmals Afrika.
Abkühlung und Trockenheit nahmen bis vor 70.000 Jahren weiter zu. Auf der indonesischen Insel Sumatra brauch vor etwa 74.000 Jahren der Vulkan Toba aus, dessen Staubwolken den Himmel verdunkelten und zu einer Abnahme der menschlichen Population führte und der Homo sapiens möglicherweise vom Aussterben bedroht war.
Einige Forscher stellten fest, dass dies den Menschen einen entscheidenden Überlebensvorteil gab, da der genetischen Drift in kleineren Populationen größer ist und die genetische Vielfalt stark zunimmt. Während die Menschen in guten Zeiten vermutlich ihr Sozialleben pflegten wurden schwere Zeiten oftmals zu Phasen von intensiven Neuerungen.

Seitdem der Mensch Europa besiedelte, hat sich sein Körper stark verändert und sich schrittweise dem Klima angepasst. Seine Haut wurde heller, da diese nun nicht mehr so stark von der Sonne geschützt werden musste.
Die Anpassungsfähigkeit des Homo sapiens führte zu einer Überlegenheit gegenüber anderen Arten und eröffnete ihm die Möglichkeit die ganze Welt zu besiedeln.

4. Die Verdrängung des Neandertalers

Der aus Afrika stammende Homo sapiens besiedelte unter Anderem die Regionen Europas, während der Kältezeit vor etwa 60.000 Jahren. Dabei wurde er zum Konkurrenten des Neandertalers in Bezug auf dessen Jagdgebiete, da der
Homo sapiens kreative und künstlerische Fähigkeiten entwickelte.
Die Bedürfnisse der Neanderthaler unterschieden sich von denen des modernen Menschen, weshalb sich die klimatischen Bedingungen negativer auf den Neandertaler auswirkten.
Der Neandertaler benötigt mehr Kalorien als der Homo sapiens, um seine Körperfunktionen aufrechterhalten zu können. Bei Nahrungsmittelknappheit durch Klimaveränderungen wird diese Eigenschaft zum Hindernis.
Ein weiterer biologischer Unterschied brachte dem Neandertaler ebenfalls Nachteile, da diese wesentlich jünger geschlechtsreif wurden und somit weniger Zeit für ihre Entwicklung und für das Lernen von älteren Gruppenmitgliedern hatten.
Vor etwa 30.000 Jahren starb der Neandertaler schließlich aus, während der Homo sapiens sich in weiten Teilen der Erde ansiedelte.

 

5. Lebensumstände

Der Homo sapiens musste sich stets an unterschiedlichen Lebensbedingungen anpassen und Überlebensstrategien entwickeln.

Die Homo sapiens, welche südlich der Eisschilde lebten, profitierten von einer großen Anzahl an Weidetieren, vor allem an Wasserstellen.

Dies führte zur Entstehung erster kultureller Zentren während der Eiszeit, mit dorfartigen Siedlungen sowie Tipis bestehend aus Ästen und Fellen, die über längere Zeiträume bewohnt waren. Dennoch kamen immer wieder Hungersnöte auf, wodurch viele Kinder starben.

Die Homo sapiens entwickelten wirksame Waffen und Jagdtechniken sowie eine erste Arbeitsteilung, bestehend aus Jägern und Handwerkern. Die neugewonnen Erkenntnisse bei der Umsetzung und dem Gebrauch von Erfindungen wurden stets an die nächste Generation weitergegeben dabei wurde eine erste primitive Sprache benutzt.
Die Zusammenarbeit der Jäger erleichterte die Jagd auf große Tiere wie Mammuts.
Auch Kulturtechniken wie die Bestattung der Toten gehörte zum frühen Leben der Homo sapiens dazu.

6. Werkzeuge

Das Klima und die wechselnden Umweltbedingungen zwangen den Homo sapiens dazu sich ständig an seine Umgebung anzupassen und immer komplexere Formen des Zusammenlebens zu entwickeln.
Aus diesem Grund haben sich Werkzeuge und Jagdmethoden im Laufe der Zeit verbessert, um sich unabhängiger von direkten Umwelteinflüssen zu machen.

So entstanden:

  • Pfeil und Bogen, Speere, Speerschleudern
  • Knochen- und Steinwerkzeuge
  • Umgang mit dem Feuer
  • Verwendung von Ocker als Farbpigment
  • Bootsbau und Fischfang mit Hilfe von Netzen und Reusen
  • Anbau von Getreide und die Fähigkeit, Getreide zwischen zwei Reibsteinen zu quetschen
  • Tauschhandel
  • Erfindung der Nadel
  • Domestikation des Hundes
  • Höhlenmalerei
  • erste Keramikfiguren und Elfenbeinschnitzereien
  • Speerwerfer "Atlatl"
  • Domestikation von Pflanzen und gleichzeitig die Verwendung von Tieren als Fleichlieferanten
  • Sesshaftigkeit führt zu größeren Siedlungen
  • Töpferdrehscheibe und Rad

Mit diesen Waffen war die Geschwindigkeit und Reichweite der Projektile größer und das Töten großer und gefährlicher Tiere daher leichter.
Die Homo sapiens waren bestens ausgerüstet, um den afrikanischen Kontinent zu verlassen. Je nach Anforderungen und Umwelteinflüssen ihres neuen Lebensumfeldes, optimierten sie ihre Werkzeuge.


7. Nahrung

Nachdem der Homo sapiens in der Lage war aufrecht zu gehen, setzte das Wachstum des Gehirns ein sowie Zunahme der Körpergröße.

Aus diesem Grund wurde eine Ernährungsumstellung notwendig, um das Gehirn und alle weiteren Körperfunktionen versorgen zu können.
Somit wuchs der Fleischkonsum, da diese eine verlässliche Energiequelle ist und die Hauptnahrungsquelle nach der langen Eiszeit darstellte. Mit Hilfe des Feuers wurde das Fleisch zubereitet.
Dennoch haben die Homo sapiens haben eine omnivore Ernährung.
Sie sind somit Allesfresser und ernähren sich sowohl von Fleisch als auch von pflanzlicher Kost. Sie weisen ein weitgehend unspezialisiertes Nahrungsspektrum auf und sind hinsichtlich der Nahrungssuche weniger spezialisiert als reine Fleischfresser oder Pflanzenfresser. Ihr breites Nahrungsspektrum erlaubt ihnen, ihre Ernährung an die jeweilige Jahreszeit anzupassen und die Verdauungsenzyme sind in der Lage sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte zu verdauen.
Der Homo sapiens besitzt als Omnivor zwei scharfe Schneidezähne zum Beißen und Eckzähne zum Zerren, zwei Backenzähne zum Zerreiben und drei Mahlzähne zum Zermalmen.

 

8. Anatomie

· Greifhände mit gegenüberstellbarem (opponierbarem) Daumen
· Größe:1,60 - 2,00m (größer und feiner gebaut)
· Flache, kurze Nägel
· Füße mit Großzeh → kein Greifzeh mehr
· kurze, breite Hüftknochen: Ansatz für Hüftmuskeln, um den Körper beim Gehe zu halten und zu balancieren
· ähnlich gestaltete Ohrmuscheln
· relativ großes Hirnvolumen ~ 1100-2000 cm³
· nach vorne gerichtete Augen → Raumsehen, Augenwülste verschwanden immer mehr
· Gebiss hat gleichen Aufbau wie bei Menschenaffen
· 46 Chromosomen
· verschieden Blutgruppen: A, B, AB, 0
· Stirn- und Schädelwölbung wurden höher

 

9. Ähnlichkeit zum heutigen Menschen

Die Anatomie des Homo sapiens ähnelte sehr dem heutigen Menschen.
Obwohl der damalige Homo sapiens bereits hoch entwickelt war, ist er verglichen mit dem heutigen Menschen in vielen Bereichen noch recht primitiv. Nichtsdestotrotz wäre ein Homo sapiens in unserer gegenwärtigen Welt wahrscheinlich ebenso fähig sich in die Gesellschaft zu integrieren und unsere Gewohnheiten zu erlernen. Von der Lebensart der homo sapiens unterscheidet sich vor allem unsere Kultur und Zivilisation, die geprägt ist der jahrtausende lange Weiterentwicklung des Menschen.

 

Heute gibt es zwei Theorien zur Herkunft des Homo sapiens:

  1. Multiregionale Hypothese: Der Homo sapiens verließ Afrika und besiedelte andere Gegenden. Andere Entwicklungen, wie der Homo erectus, wurden nicht als Art der Homininenlinie anerkannt, da sich der Homo sapiens durchsetzte.

  2. Out-of-Africa Modell: Dieses Modell besagt, dass zahlreiche Artbildungen innerhalb der Gattung Homo stattfanden. Jedoch sei der Ursprung des modernen Homo sapiens an verschiedenen Gegenden der Erde unwahrscheinlich.

Demnach besagen beide Theorien, dass der Ursprung der Art des Homo sapiens in Afrika gelegen hat und, dass er sich von dort aus über die gesamte Welt verbreitete. Andere Arten setzten sich nicht so stark durch, wie der Homo sapiens. Seine Anatomie ähnelte sehr dem heutigen Menschen, wohingegen beispielsweise der archaische Homo sapiens Überaugenwülste besaß, wie Funde beweisen.

 

Abgrenzung von Mensch und Tier:

Der Mensch wurde von mehreren Wissenschaftlern mit verschiedenen Begründungen von dem Tier unterschieden. Im Gegensatz zum Tier haben Menschen Arme und Hände, sowie andere Extremitäten. Wir besitzen den aufrechten Gang und Fähigkeit des Denkens. Die Abgrenzung vom Tier gab dem Homo sapiens seinen Namen, da er „Grundstein“ der Entwicklung des modernen Menschen ist. Die Art des Homo sapiens setzte sich in über 7 Millionen Jahren Evolution durch. In unserer heutigen Zeit gibt es nur noch wenige Nachfahren des Homo sapiens (Bsp.: Mensch, Gorilla, Schimpanse, Orang-Utan). Die wenigen Nachfahren, die heute noch existieren, sind vom Aussterben bedroht.

 

Ausbreitung des Homo sapiens

Ursachen:

Die veränderten Klimaveränderungen in Form von zunehmenden Dürren, welche die Route der Herdentiere veränderte. Weiterhin sorgte der Werkzeug Gebrauch von Pfeil und Bogen dafür, dass eine besseres Jagen ermöglicht wurde.Dadurch erlangte man eine bessere Versorgung, welches zur Folge hatte das zu einem die Bevölkerungsanzahl wuchs, zum anderen traten häufiger Seuchen und soziale Konflikte auf. Auch sorgten diese erhöhte Bevölkerungsanzahl dafür,dass ein höherer Druck auf die vorhandenen Ressourcen stattfand und dadurch auch die Abwanderung in andere Lebensräume vorangetrieben wurde.

 

Ursprünge:

Die größte genetische Vielfalt und somit auch die ältesten Linien der Menschheit befinden sich südlich der Sahara. Für den Menschen gilt je weiter der Abstand zu Äthiopien ist, desto geringer ist die genetische Vielfalt. Zur Frage, weshalb der Homo sapiens vor rund 60.000 Jahren die Welt Afrikas erfolgreich besiedelte thematisiert , dass  sich bei einigen Populationen eine Steigerung der Komplexität in den Bereichen von Technologie, Ökologie, Soziologie und im kognitiven Verhalten ereignet habe.Dies solle zusammen mit dem Bevölkerungswachstum zur Expansion geführt haben nach der Theorie von Paul Mellars. Andrea Mancia geht davon aus, dass sich das Klima im nordöstlichen Afrika vor rund 70.000 Jahren so verändert habe, das eine höhere Fruchtbarkeit innerhalb des Landes entstand. So hätten vorherige riesige wüstenartige Landstriche eine Wanderung nach Norden verhindert.

 

Als universelles Ausbreitungsmuster gilt, dass der Mensch dem Verlauf der Küsten folgte.

 

Besiedelung Australiens über Südasien und Australien:

Die Besiedlung Australiens wurde vermutlich über die arabische Halbinsel "Bab al-Mandab" und die Straße von Hormus besiedelt, da diese Region vor rund 125.000,100.000,80.000 Jahren für jeweils 4000 bis 7000 feucht war. Dies werde durch den Funde von Steinwerkzeugen(ca 70-80.000 Jahre alt) in Jemen und den Fund in Jebel Faya  (ca 125.000 Jahre alt). Zunächst fehlten Fossilien der Menschen, da das damalige Küstengebiet aufgrund des angestiegenen Meeresspiegel überflutet wurde. Doch im Jahre 2016 fanden Forscher in der Wüste Nefud den Fingerknochen eines Menschen, der mindestens 85.000 Jahre alt ist. Auch die Funde des Java-Menschen (Homo erectus lassen vermuten, dass eine Ausbreitung über die asiatische Südküste erfolgt sei. Die Fossilien entlang der Küstenlinie erhalten sich besonders schlecht, da der überwiegende Teil des Pleistozäns unter Wasser im Indischen Ozean liegen.Zurzeit des Jungpaläolithikum vor etwa 40.000 Jahren wurden einige Klingen gefunden, welche nur mit dem Homo sapiens in Verbindung gebracht werden können, da diese Klingen eine maßgebliche technische Weiterentwicklung war. Die ältesten gesicherten  Fossilbelegte Existenz des Homo sapiens in Australien geht auf die Zeit des Jungpaläothikum zurück.So wurden im Norden Australiens Steingeräte im Alter von 65.000 Jahren gefunden. Jedoch sei eine Erstbesiedelung Australiens erst vor rund 50.000 Jahren erfolgt. Weiterhin unterstützen genetische Analysen am Y-chromosomalen Stammbaum ,das die Wanderung entlang der südasiatischen Küste erfolgt sei. So habe sich eine Wanderungsbewegung durch Südasien in Richtung Australien ereignet. Die Besiedelung Australiens erfolgte sehr wahrscheinlich aus Neuguinea über die Torres-Straße, die während der Eiszeit trocken war. Dies sei nachweisbar durch das Magenbakterium Hekicobacterpyylori ,welches sich auch heute noch bei den Ureinwohnern Australiens,Neuguineas befindet.

 

Besiedelung des nahen Ostens und Europas:

De ersten anatomisch mordernen Europäer werden als Cro-Magnon-Menschen bezeichnet, die 1868 in Frankreich entdeckt wurden. So waren Cro-Magnon-Menschen über 180cm  groß und besaßen einen feingliedrigen Körperbrau. Der älteste Schädel eines modernen Menschen in Europa "Oase"" stammt aus einer rumänischen Höhle und ist rund 40.500 Jahre alt. In Apulien konnte zwei Milchzähne auf ein Alter von 45.000 Jahren bis 43.000 Jahren datiert  werden. Die direkte Datierung von Knochen auf der Halbinsel Krim ergaben ein Alter von rund 32.000 Jahren bis 30.000 Jahren. Die Einordnung eines Schädeldaches aus der Manot-Höhle in Israel ist für die Bedeutung des Ausbreitungsprozesses belang noch nicht bekannt.Das M89 charakterisiert Männer aus den nordöstlichen Afrika und den Nahen Osten und enstand vor rund 40.000 Jahren und stimmt mit den ersten Funden von Steinwerkzeugen im Nahen Osten, die rund 45.000 Jahre alt sind. Einige dieser Menschen seien in den Balkanraum weitergewandert , was durch 40.000 Jahre alte Artefakte aus einer Höhle in der Türkei belegt werden kann. Da nur wenige Männer in Europa den M89-Marker besitzen , müssen diese sich von einer anderen anderen Wanderungsbewegung gebildet haben. Fast alle Europäer besitzen den Marker M173  somit stammen diese von einer Population aus Zentralasien, da  M173 sehr häufig in stark isolierten keltischen Siedlungsgebieten und dem Baskenland gefunden werden können. Die Entstehung des M173 (Mutation der Mikrosatelliten-DNA) wird auf ein Alter von 30.000 Jahren datiert. In dieser Zeit ragte die hatte sich die Eiszeit bis zur zentralasiatischen Steppe , des heutigen Frankreich, ausgedehnt. Auch lasse sich mit der  Herkunft des frühen Europäers die Nähe zum Ureinwohner Amerikas über  die Landbrücke (Beringia) von Asien nach Nordamerika erklären.

 

Besiedlung Amerikas:

Es gab eine Wanderungsbewegung  von Sibirien nach Amerika, jedoch war die Landbrücke Beringia (heutige Beringstraße) bis vor 15.000 Jahren durch Eis blockiert. Erst danach konnte der moderne Mensch nach Amerika über den Landweg einwandern. Durch Ausgrabungen in Texas wurden mit dem Buttermilk Creek Complex könne dies belegt werden. Aus diesen Fund konnte auch eine Ursprungspopulation von rund Zehn bis Zwanzig Individiduen bis zu maximal wenig hundert Individuen eingegrenzt werden, damit die genetische Vielfalt in Amerika erklärbar sei. Auch weitere Funde in den Paisley-Höhlen in Oregon bestätigen diese Wanderungsmuster entlang der Küste. So habe der moderne Mensch innerhalb von nur rund tausend Jahren den Weg bis zur Spitze von Südamerika zurückgelegt. Es gebe auch Hinweise auf eine zweite Besiedelungswelle von Einwanderern aus Asien und einer dritten Besiedelungswelle von Einwanderern aus Bewohnern der nordamerikanischen Arktis. So entstand in Amerika als erste Kultur, die Clovis-Kultur mit den charakteristischen Projektilspitzen. Zwar gebe es einige Funde mit umstrittenen Datierungen, welche eine wesentlich frühere Besiedelung Amerikas bedeuten würden, doch im Erbgut der rezenten Amerikaner lassen sich keine Spuren dieser früheren Besiedlung finden.

 

Besiedlung Mikronesiens und Polynesiens:

Die pazifischen Inseln sind von West nach Ost besiedelt worden, dies spreche gegen eine Besiedelung über das Meer, da dies nicht der vorherrschenden Windrichtung entsprach. Die ältesten Funde in Mikronesien werden auf rund 1500 v. Chr. datiert . So war es möglich bis um 1200 v.Chr. das Melanesier die Salomonen östlich von Neuginea zu erreichen. Um diese Zeit drang eine Gruppe von Menschen aus dem Bismarck-Archipel bis zu den Fidschi-Inseln ( Ost-Melanesien) vor. Dies werde durch die spezielle Keramik im Lapita-Stil durch archälogische Funde bestätigt.  Zwischen 600 und 800 n.Chr. wurden die Marquesas-Inseln besiedelt und erst um 1200 n. Chr.wurde Neuseeland kolonisiert.

 

 

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