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Namen:

Alexander Cr., 2012
Hopemaster, 2018
Bolz, Johannes, 2019-04

 

Allgemeines zu Homo erectus

Dieses Skelett eines 13 jährigen Jungens ist ein außergewöhnlich gut erhaltender Fund

Quelle Bild: Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Unported,
Wikipedia-User: Claire Houck, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Turkana_Boy.jpg?uselang=de

 

- Ausgestorbene Art der Gattung Homo

- Homo erectus bedeutet "der aufgerichtete Mensch" (lat. erigere - aufrichten) - erste Art, die      aufrecht gehen konnte (bipedaler Gang)

     -> sehr ähnlicher Gang, wie heutiger Mensch

     -> dadurch Hände frei, Entwicklung eines flexiblen Daumens

     -> lange Beine ermöglichen die Überwindung weiter Distanzen

- Er lebte von vor 1,8 Millionen bis vor ca. 30000 Jahren (Pleistozän)

- Erste Gattung Homo die sich weit über Afrika hinaus nach Europa und Asien verbreitete

- Entwickelte sich vermutlich aus Homo ergaster

- Vermutlich entwickelte er sich in Europa zum Neandertaler und - unabhängig von diesem - in Afrika zum Homo sapiens sowie in Asien zum Homo floresiensis

- Erste hominine Art die das Feuer benutzte

- Die Population von Homo erectus umfasste vor ca. 1,2 Millionen Jahren nur etwa 55.000 Individuen. Dies wird anhand von genetischen Markern (Alu-Sequenzen) geschätzt.

 

Körperbau

Der Körperbau von Home erectus weist, bis auf den Schädel, große Übereinstimmungen mit dem Sklelett des heutigen Menschen auf, allerdings waren seine Beinknochen etwas dicker. Seine Körpergröße betrug etwa 1,60 -1,80m, die wird belegt durch Funde aus Afrika (Turkana-See). Der Schädel zeichnet sich durch dickwandige Schädelknochen und kräftige Überaugenwülste aus. Die Stirn ist niedrig und fliehend. Im Vergleich zum Homo sapiens besitzt der Homo erectus einen leicht V-förmigen Unterkiefer, jedoch kein vorspringendes Kinn. Das Gehirnvolumen des Homo erectus variiert stark zwischen 650-1200 cm³. (Vergleich: Homo sapiens: 1100-2000 cm³)

-> ALLE ANGABEN VARIIEREN STARK, AUFGRUND DES LANGEN EXISTENZZEITRAUMS DES HOMO ERECTUS

 

 

Quelle Bild: Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Unported,
Wikipedia-User: Thomas Roche, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Homo_erectus.jpg

 

Funde

Erstbeschreibung: Oktober 1891: Eugène Dubois entdeckte auf der indonesischen Insel Java ein Schädeldach und ein Jahr später einen vollständig erhaltenen Oberschenkelknochen. Die erste Einordnung von Dubois, dass das Schädeldach zur Gattung Anthropitecus gehört, wurde von ihm durch seinen zweiten Fund geändert: Beide Funde deutete er als Hinweis, das die Skelettstücke von einem Tier stammten, welches sich ähnlich wie ein moderner Mensch aufrecht bewegte. Dieses Fossil bekam später aufgrund des Fundortes den Namen Java-Mensch.

Fossile Überreste des Homo erectus ließen sich sich in Afrika, Asien und im südlichen Europa finden. Der "Turkana-Boy" ist ein vollständig erhaltenes Skelett eines 13-jährigen Jungen. Funde im Norden von Tokyo belegen, dass der Homo erectus Hütten anlegte, da man dort Überreste von Hütten, Feuerstellen und Werkzeuge fand. Die Fossilien von Dmanissi (Georgien), welches die jüngsten Funde von Homo erectus sind (1991), könnten der Beleg dafür sein, dass der Homo erectus sogar früher als angenommen Afrika in Richtung Europa verließ. Das Alter dieser Fossilien wird auf etwa 1,8 Millionen Jahre geschätzt.

 

Stammbaum Homo

Quelle Bild: Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported sowie GNU-Lizenz für freie Dokumentation by Wikicommonsuser Martin Sauer, Martin0815 - Thank you. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Homo_splitter_%28deutsch%29.png; http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de; http://de.wikipedia.org/wiki/GNU-Lizenz_f%C3%BCr_freie_Dokumentation

 

Kognitive Fähigkeiten des Homo erectus

Werkzeuge und Werkzeuggebrauch

Der Homo erectus konnte als erster Hominid komplexere Werkzeuge herstellen. Sein Grundstoff dazu war vor allem Feuerstein, den er durch Abschlagen von Material in die gewünschte Form brachte. So gelang es ihm nützliche Geräte zu verschiedensten Aufgaben zu fertigen. Dazu gehörten Faustkeile zum Schneiden, Schlagen, Bohren und Stechen. Er konnte so seine Jagdmethoden durch bessere Waffen sowie seine Nahrungsverarbeitungsmethoden durch effizientere Ressourcennutzung optimieren.

Dazu war er schon früh im Stande, Holz und Stein in seinen Werkzeugen zu kombinieren. 1994 wurden in Schöningen im Landkreis Helmstedt 8 Wurfspeere aus Fichtenholz mit hervorragenden Jagdeigenschaften gefunden. Mit nachgebauten Exemplaren konnten Distanzen von 30 Meter problemlos überwunden werden, ohne dass die Zielgenauigkeit nachließ. Diese Speere eigneten sich optimal für die Großwildjagd.

 

Feuer

Eine weitere Leistung des Homo erectus war die Überwindung der uralten Angst vor dem Feuer. Dabei wurde das Feuer am Anfang durch glühende Lava oder durch einen Brand, verursacht durch einen Blitzeinschlag, entfacht. Der nächste Schritt war die Aufrechterhaltung der Flammen durch geeignetes Brennmaterial, da der Homo erectus noch nicht im Stande war, Feuer selbst zu erzeugen. Zum ersten Mal geschah dies vor 1,4 Mio. Jahren in Äthiopien.

Die Beherrschung des Feuers war der Startpunkt einer neuen Ära, da nun Tiere leichter abgewehrt werden konnten und eine gesellschaftliche Veränderung begann. So war die Feuerstelle der Mittelpunkt einer Gruppe, da die Vorteile in der Nahrungszubereitung, während Herstellungsprozessen und dem Schutz vor Kälte und Fressfeinden auf der Hand lagen.

 

Sonstiges

Der Homo erectus lebte in zeltartigen Behausungen, die aus einem Gerüst und darüber gezogenen Fellen bestanden, worin mehrere Individuen Platz fanden. So spielte die Gemeinschaft eine sehr wichtige Rolle für das Überleben.

Erstmals gab es Männerkooperationen bei der Jagd, was die Nahrungsbeschaffungsmethoden verbesserte. Hierzu verständigte er sich über Laute und Zeichen, was ein wichtiger Anstoß für die Sprachentstehung war. Diese erworbenen Kenntnisse und andere Erfahrungen konnte er so, an die nächste Generation vermitteln. Dadurch entwickelten sich die kognitiven Fähigkeiten immer weiter, sodass der Homo erectus sich sogar Vorstellungen über sein Dasein und seine Umwelt machen konnte. Parallel zu dieser kulturellen Entwicklung nahm das Gehirnvolumen im Laufe der Zeit zu, wodurch wieder die kulturelle Entwicklung voran getrieben werden konnte.

 

 

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