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Name: Michelle Rausch, 2013
Jasmin Bartenstein 2020-06

 

Anpassungen des Blattes an Umweltbedingungen

Um an verschiedenen Standorten überleben zu können, passen sich Pflanzen an die in der Umgebung herrschenden Umweltbedingungen an.

Dabei unterscheidet man Pflanzen an sonnigen oder schattigen Standorten, was den Aufbau der Pflanze sehr beeinflusst.

 

Anpassungen an die Belichtungsverhältnisse

Bei Rotbuchen gibt es zwei verschiedene Blattypen, Sonnenblätter und Schattenblätter. Ob sich ein Laubblatt zu einem Sonnen- oder Schattenblatt entwickelt, hängt von der Lichteinstrahlung bei der Blatt- bzw. Knospenentwicklung ab.

 

Blattaufbau an sonnigen Standorten (Lichtblatt)

Pflanzen an sonnigen Standorten besitzen Lichtblätter, welche klein, schmal und dick sind. Es handelt sich hierbei z.B. um Getreidearten oder auch Kiefern. Diese besitzen eine stark ausgeprägte Cuticula und deren Epidermis ist ein- bis mehrschichtig. Ihr Palisaden- und Schwammgewebe ist stark ausgeprägt und die Interzellularräume sind eng. Die Wurzeln der Pflanzen sind gut entwickelt und oft sehr tief im Boden verankert (Tiefwurzler).

Merkmale von Lichtblättern

- an lichtstarke Umgebung angepasst
- hohen Lichtintensitäten ausgesetzt
- in äußerem Teil der Baumkrone (aus gut beleuchteten Knospen entwickelt)
- dick
- klein
- Epidermis ist einschichtig bis mehrschichtig
- hohes, mehrschichtiges, verstärktes Palisadengewebe
- dicke, wachsartige Cuticula  => minimieren des Wasserverlustes
- Interzellularräume sind klein/ eng
- höhere Anzahl an Stomata (da größere Blattoberfläche)
- verringerte Ausbildung des Schwammgewebes
- starkes Wasserleitungs- und Festigungsgewebe
- Lichtkompensationspunkt wird erst bei hoher Beleuchtungsstärke erreicht


Blattaufbau an schattigen Standorten (Schattenblatt)

Die Blätter der Pflanzen sind groß und dünn. Bei solchen Pflanzen handelt es sich meistens z.B. um Springkraut oder Wald-Sauerklee.
Die Cuticula der Schattenblätter ist eher dünn oder fehlt sogar ganz und sie besitzen auch nur eine einschichtige Epidermis. Sowohl Palisaden- und Schwammgewebe,als auch ihr Wurzelsystem sind gering entwickelt. 

Merkmale von Schattenblättern

- an lichtarme Umgebung angepasst
- geringen Lichtintensitäten ausgesetzt
- in innerem Teil der Baumkrone (aus weniger gut beleuchteten Knospen entwickelt)
- auf sonnenabgewandter Seite
- große Menge an Schattenblättern => möglichst viel Fläche, um Licht einzufangen
- dünn
- große Oberfläche
- Epidermis ist einschichtig
- flaches, einschichtiges Palisadengewebe
- dünne Cuticula
- Interzellularräume sind groß
- geringe Anzahl an Stomata (da kleinere Blattoberfläche)
- mehr Chloroplasten
- mehr Thylakoide und Grana
- mehr Chlorophylle => Blätter meist dunkelgrüner
- verringertes Chlorophyll a/b Verhältnis
- Lichtkompensationspunkt wird bei niedriger Beleuchtungsstärke erreicht
- bei schwacher Lichteinstrahlung wird bereits die maximale Fotosyntheseleistung erreicht

 

 

Anpassungen an die Wasserverhältnisse

Wasserpflanzen (Hydrophyten)

Bei diesem Standort handelt es sich um Algen und Pflanzen in stehenden Gewässern.
Auffallend ist, dass sie keine Cuticula besitzen und dass die Wurzel, falls sie vorhanden ist, nur der Verankerung im Boden dient. Hydrophyten haben keine Spaltöffnungen, weswegen das Wasser und die Nährsalze über die gesamte Pflanzenoberfläche aufgenommen werden müssen.


Pflanzen an feuchten Standorten (Hygrophyten)

Diese Pflanzen leiden selten an Wassermangel, weisen dafür allerdings ein Defizit an Nährsalzen auf. Dieses entsteht, da die hohe Luftfeuchtigkeit für geringen Transpirationsraten sorgt, was eine geringe Wasseraufnahme zur Folge hat. Aber aufgrund des bestehenden Wurzeldrucks der Pflanze kommt es zur Ausscheidung von flüssigem Wasser über die Blätter, was auch Guttationstropfen genannt wird. Dadurch ist die Aufnahme von Wasser mit gelösten Salzen wieder möglich. Dank dieser Vorgänge besitzt die Pflanze eine dünne Cuticula und zahlreiche Spaltöffnungen. Jedoch reagiert sie sehr empfindlich gegenüber Wassermangel.


Pflanzen auf trockenen Standorten (Xerophyten)

Xerophyten haben ein stark entwickeltes Wurzelwerk, jedoch relative kleine Blattoberflächen. Ihre Cuticula ist verdickt und die Pflanzen besitzen zahlreiche Spaltöffnungen, die in die Oberfläche des Blattes eingesenkt und/oder abdeckbar sind, z.B. durch das Einrollen der Blätter.


Pflanzen wechselfeuchter Standorte (Tropophyten)

Zu diesen Pflanzen gehört ein Großteil unserer heimischen Pflanzen, welche sich durch verschiedene Maßnahmen an die wechselnden Umweltbedingungen anpassen.
In der Regenzeit ist ein Blattaustrieb der Pflanzen zu erkennen, während bei Trockenheit ein Blattabwurf beobachtet werden kann.
Pflanzen wechselfeuchter Standorte besitzen eine dicke Cuticula und haben besonders dichte und eingesenkte Spaltöffnungen.

Mehr zum Thema Blattanpassungen findet ihr auch in diesem Kapitel (unten): Ökologie: Abiotische Faktoren - Wasser

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