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Name: Noah Schuster und Sophie Schlitzer, 2022-07

 

Allgemeines:

Bei Loa Loa, auch bekannt als Wanderfilarie, Augenwurm oder Fadenwurm, handelt es sich um einen wenig erforschten Parasiten, welcher im menschlichen Unterhautfettgewebe parasitiert und weltweit rund 13 Millionen Menschen befallen hat.

Ebenso wie beispielsweise Lepra oder die Flussblindheit zählt Loa Loa zu den NTD (Neglected Tropical Diseases), also zu den wenig erforschten Tropenkrankheiten, welche insbesondere im tropischen West- und Zentralafrika sowie im Kongo-Gebiet aufzufinden ist. Dies wiederum bedeutet, dass dieser Parasit besonders in Gebieten mit schlechter Hygiene und Wasserversorgung verbreitet ist.

Der weibliche Augenwurm  wird ca. 40-70mm lang mit einem Durchmesser von 0,5mm und der männliche Augenwurm kann eine Größe von 30-35mm mit einem Durchmesser von 0,4mm erreichen. Loa Loa hat eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren.


Bild Fadenwurm

 

Quelle Bild: Public Domain; Author: Centers for Disease Control and Prevention; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wuchereria_bancrofti_1_DPDX.JPG

 

Befall und Vermehrungszyklus:

Das Wirtsspektrum des Parasiten umfasst neben dem Menschen auch einige afrikanische Primatenarten (Drill, Husarenaffen).

Infiziert werden diese durch Bremsen der Gattung Chrysops als Zwischenwirt, wobei die Bremsen, welche die Larven ( im L3-Larvenstadium ) des Parasiten in sich tragen, durch ihren Stich in das menschliche Gewebe gelangen und die weiblichen Bremsen Blut saugen, sodass der Parasit in seinen Wirt gelangt. Die Mikrofilarien haben eine Präparnez von ungefähr 3 Monaten und wachsen in dieser Zeit im Fettgewebe des Wirts zu adulten Makrofilarien heran, wobei die weiblichen Filarien die Larven (im L1-Stadium) ins Gewebe abgeben und diese dann über die Lymphgefäße ins Blut gelangen. Dort können sie dann bei einem erneuten Stich der Bremse aufgesogen und dann auf einen anderen Wirt übertragen werden. In der Bremse durchlaufen die Filarien dann abermals einen Reifungsprozess und werden daraufhin als Larven im L3-Stadium wieder auf einen Menschen übertragen. 

Interessant ist dabei auch, dass der Parasit sehr gut auf seinen Zwischenwirt und somit Überträgen angepasst ist. So sind die Filarien im Blut beispielsweise meist nur zur Mittagszeit dort aufzufinden, da die Bremsen tagaktiv sind und somit nur tagsüber die Filarien übertragen können. Nachts ziehen sich die Filarien innerhalb des Organismus zu inneren Organen (Lunge) zurück.

 

Bild Zyklus

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/81/L_loa_LifeCycle.gif  

 

Innerhalb des befallen Organismus bewegt sich der Parasit also durch den Blutkreislauf und das Unterhautfettgewebe, wodurch starke Schwellungen und Entzündungen hervorgerufen werden. Dieses Krankheitsbild wird auch Loiasis genannt.

 

Diagnose und Behandlung:

Diagnostiziert werden kann der Befall entweder durch optische Auffälligkeiten oder durch ein Blutbild. 

Zur Bekämpfung des Parasiten kann einerseits ein operativer Eingriff helfen oder das Anthelminthikum ( Wurmmittel ) Diethylcarbamazin, welches nach bisherigen Vermutungen zum einen das Nervensystem der Parasiten befällt und somit einen Lähmung hervorruft und zum anderen die Oberflächenstruktur so verändert, dass körpereigenen Fresszellen den Parasiten erkennen und bekämpfen können.

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