Name: Devin, 2026-05

 

Wie wurde der Kontinentaldrift erstmals erkannt?

1912 erkannte Alfred Wegener, dass die Kontinente wie Puzzleteile zusammenpassen, wie zum Beispiel Afrika und Südamerika. Auch fand Wegener heraus, dass auf unterschiedlichen, voneinander getrennten Kontinenten gleiche Gebirge und Fossilien vorzufinden sind. Deshalb vermutete er, dass sie früher verbunden waren und über Jahrmillionen auseinanderdrifteten. 

 

Wie ist die Verschiebung ganzer Kontinente möglich?

Heute weiß man, dass die Erdkruste aus riesigen Platten besteht, die sich durch Wärmeströme im Erdmantel langsam bewegen. Dieses Phänomen nennt man Plattentektonik. 

 

Die Entwicklung der Kontinente über ca. 250 Millionen Jahren

Perm: Alle Kontinente bildeten einen einzigen Superkontinent Pangäa

Trias (bis vor 208 Millionen Jahre): Pangäa bricht vor 245 Millionen Jahren auf. Es entsteht der Nordkontinent Laurasia und der Südkontinent Gondwana.

Jura (bis vor 144 Millionen Jahre): Die beiden Großkontinente driften weiter auseinander. Einzelne, heute bekannte Kontinente kann man schon erkennen.

Kreide (bis vor 65 Millionen Jahre): Gondwana zerfällt weiter und es bilden sich die Kontinente Eurasien, Afrika, Indien, Australien, Antarktis und  Nord- und Südamerika.

Tertiär/Quartiär: Die uns heute bekannte Verteilung der Kontinente.

 

 

 

Lizenz: Public Domain by United States Geological Survey:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pangea_animation_03.gif

 

Das Ergebnis:

Während auf dem Superkontinent Pangäa Arten noch großflächig wandern konnten (was identische Fossilienfunde auf heute weit entfernten Kontinenten erklärt), sorgte Auseinanderdriften für geografische Isolation. Diese Barrieren unterbrachen den Genaustausch und führte dazu, dass sich die getrennten Populationen eigenständig entwickeln. Ein Beispiel ist Australien

Durch seine frühe Abspaltung vor etwa 55 Millionen Jahren wurden die dortigen Beuteltiere vor der Konkurrenz moderner Plazentasaurier geschützt. In dieser Isolation konnten sie sich als sognannte Reliktendemiten (Definition: Arten oder Pflanzen, die früher weit verbreitet waren, heute jedoch in begrenzten Gebieten vorkommen) behaupten und eine einzigartige Vielfalt entwickeln, während sie auf anderen Kontinenten weitgehend verdrängt wurden.