Namen: Moritz Wendt, Marlon Ditschke  2026-04

 

Systematik: Tiere und Pflanzen 

Waren die Pflanzen und Tiere schon immer so, wie sie heute sind? Nein, natürlich nicht. Aber wie wurden sie zu dem, was sie heute sind? Man muss zwischen den Lebewesen beziehungsweise Organismen, also Pflanzen und Tieren, etwas differenzieren.

In der Biologie werden alle Lebewesen in verschiedene Gruppen eingeteilt, um den Überblick nicht zu verlieren. Wenn man sich die Stammbäume anschaut, merkt man erst, wie dennoch alles miteinander verwandt ist.


Die Pflanzen: Vom Wasser ans Land

Heute kennt man vier große Pflanzengruppen, welche nacheinander entstanden sind:

Ganz am Anfang gab es nur Algen, die im Wasser gelebt haben. Das Wasser trug sie, weswegen sie keinen festen Stängel brauchten um zu überleben. Aber irgendwann sind die Pflanzen dann an Land gekommen. Dies war ein großer Schritt in der Evolution!

Moose: Das waren die ersten richtigen Landpflanzen. Sie haben aber noch keine richtigen Leitbündel und sind meist recht klein. Sie brauchen feuchte Orte, um sich zu vermehren.

Farne: Diese Gruppe "erfanden" schon etwas neues, nämlich Gefäße (Xylem und Phloem). Damit können sie Wasser und Nährstoffe viel besser transportieren und wurden deshalb auch deutlich größer.

Samenpflanzen: Das ist die modernste Gruppe der Pflanzen. Sie teilen sich nochmal auf in Nacktsamer (wie Nadelbäume, wo die Samen frei liegen) und Bedecktsamer, welche Blüten und Früchte wie Kirschen entwickeln. Der Samen schützt den kleinen Pflanzen-Embryo perfekt, sodass sie fast überall überleben können.

 

Die Tiere: Symmetrie und Entwicklung

Zu Beginn gab es nur einige Vielzeller, wie zum Beispiel den Schwämmen, die im Meer festsitzen und eigentlich gar keine richtigen Organe haben.
Danach entwickelten sich Tiere mit Radiärsymmetrie, wie Quallen. Das bedeutet, man kann sie von allen Seiten gleich "schneiden". Aber der richtig große Unterschied kam mit den Bilateria. Diese Tiere haben eine linke und eine rechte Seite, ein Vorne und ein Hinten.

Die Bilateria teilen sich in zwei große Gruppen auf, je nachdem, wie sie sich ganz am Anfang als winziger Embryo entwickeln:

  1. Protostomia (Urmünder): Bei diesen Tieren wird aus der ersten Öffnung im Embryo (dem Urmund) später der richtige Mund. Dazu gehören Insekten, Krebse, Spinnen und Weichtiere, wie Schnecken.
  2. Deuterostomia (Neumünder): Hier wird aus dem Urmund später der After, und der Mund entsteht neu an einer anderen Stelle. Das hört sich komisch an aber zu dieser Gruppe gehören Stachelhäuter (Seesterne) und alle Wirbeltiere. Auch wir Menschen.

 

Aber wie kamen die Tiere an Land? 

Genau wie die Pflanzen, verließen auch die Tiere irgendwann das Wasser. Ein bekanntes Bindeglied zwischen "Landtieren" und "Wassertieren" ist der Tiktaalik. Das ist ein sehr alter Fisch, der schon Ansätze von Beinen hatte und Luft atmen konnte.
Daraus entstanden die Amphibien, zum Beispiel die Frösche, die aber immer noch das Wasser für ihre Eier brauchen. Erst die Amnioten (Reptilien, Vögel und Säugetiere) haben es geschafft, sich völlig unabhängig vom Wasser zu machen. Sie haben Eier mit einer festen Schale entwickelt oder tragen ihre Jungen Im Bauch. Ihre Haut schützt sie vor dem Austrocknen.

Letztendlich sieht man, dass egal ob Pflanze oder Tier, jeder Organismus im Laufe der Jahrmillionen einige Möglichkeiten entwickelt hat, um sich auf der Erde fortzupflanzen und zu entwickeln.

 

Weitere Gruppen sind Pilze und Bakterien.