Name: Leonard Schneider, 2026-05

 

Haben Sie sich schonmal gefragt, warum Kängurus nur in Australien herumhüpfen oder warum Vogelstrauße in Afrika und Nandus in Südamerika zwar ähnlich aussehen, aber sie dennoch auf verschiedenen Kontinenten weit voneinander isoliert in verschiedenen ökologischen Nischen leben?

Die Antwort liegt in der Biogeographie. Diese ist eine Zusammensetzung aus Biologie, Geographie und Erdgeschichte, welche die Aufteilung des Lebens auf der Erde erklärt.

 

Die sechs Biogeographischen Regionen:

Die Erde ist kein Lebensraum, welcher überall die selben Lebensbedingungen hat. Forscher wie Alfred R. stellten fest, dass sich Flora und Fauna in verschiedenen Regionen unterscheiden. Sie werden oft durch natürliche Grenzen wie Gebirge oder Meere voneinander getrennt. Man kann die Erde aktuell in sechs große Hauptbiogeographische Regionen aufteilen.

  • Paläarktis: Befindet sich in Europa, Nordasien und Nordafrika und ist die größte Region der Nordhalbkugel
  • Nearktis: Befindet sich in Nordamerika und ist durch die zentralamerikanische Landbrücke von der Neotropis getrennt
  • Neotropis: Befindet sich in Süd- und Mittelamerika und ist die Heimat des Nandus
  • Äthiopis: Afrika südlich der Sahara und ist bekannt für die Afrotheria (z. B. der Elefant )
  • Orientalis: Befindet sich in Süd- und Ostasien und befindet sich westlich der Wallace-Linie
  • Australis: Befindet sich in Australien und ist stark isoliert von anderen Regionen

Die Wallace-Linie ist die biogeographische Linie, welche die größte Ausbreitung der australischen Fauna auf der Malaiischen Archipel beschreibt. Sie verläuft zwischen den Inseln Bali und Lombok und ist eine tiefer Meeresgraben, welcher für eine geopgrapische Isolation auch in Eiszeiten sorgte.

 

Endemismus:

Diese Form des Endemismus beschreibt das Vorkommen von Lebewesen in einem Gebiet, welches stark begrenzt ist.

Den Endemismus kann man dabei noch in zwei unterschiedliche Formen einordnen:

 

1. Entstehungsendemismus:

Der Entstehungsendemismus beschreibt die Weiterentwicklung von Arten in isolierten Gebieten, welche daher nur in diesem Gebiet vorkommen.

Ein Beispiel dafür sind die Galapagos-Inseln, auf welchen die Darwinfinken vorkommen, welche sich unabhängig von den Festlandsformarten der Finken weiterentwickelten.

 

2. Reliktendemismus:

Arten, welche früher großflächig oder weltweit  verbreitet waren und heute nur noch in einem kleinen, isolierten Gebiet existieren.

Ein Beispiel dafür sind die Beuteltiere in Australien, welche in anderen Regionen von den Plazentatieren ( z.B. Elefanten ) verdrängt wurden, konnten sich in Australien ohne diese Konkurrenz entfalten, da Australien frühzeitig geographisch isoliert wurde.

 

Der Kontinentaldrift:

Vor mehreren Millionen von Jahren waren alle Kontinente als ein Superkontinent vorhanden, Pangaea, dieser zerbrach zuerst in die Kontinente Laurasia und Gondwana, was z.B. heute das Vorkommen verschiedener Laufvögel ( z.B. der Strauß) erklärt.
Dies hat mehrere Gründe:

  • Die gemeinsamen Vorfahren der Laufvögel lebten gemeinsam auf dem Kontinent Gondwana
  • Als Gondwana nun auseinanderbrach und die aktuellen Kontinente Südamerika, Afrika und Australien bildete wurden die unterschiedlichen Populationen geographisch voneinander getrennt
  • Trotz dieser geographischen Trennung über mehrere Millionen Jahre, blieben gemeinsame Merkmale erhalten, wie der nicht vorhandene Brustbeinkamm, welcher für die Flugunfähigkeit dieser Vögel verantwortlich ist.

Grafik: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pangaea_Breakup.gif

Autor: Carie Frantz (Carie027); https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en;

 

Fazit:

Die Biogeographie zeigt uns, dass die Verteilung des Lebens heutzutage kein Zufall ist, sondern das Ergebnis eines Jahrmillionen dauernden Prozesses des Kontinentaldriftes und der evolutionären Anpassung in der Isolation